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Verbindlich ist diese deutsche Fassung. Die englische Fassung dient der Information.

Support- und Wartungsrichtlinie

Version: 1.0 Gültig ab: 2026-10-09 Anbieter: Paul Bengart, Keplerstraße 4A, 39104 Magdeburg, Deutschland

Diese Richtlinie ist Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und konkretisiert AGB § 9 (Bereitstellung, Wartung und Support). Bei Widersprüchen gilt die Rangfolge nach AGB § 1.

1. Geltung

(1) Diese Richtlinie gilt für alle Tarife: Free Trial, Pro, Academic und Enterprise. Für Enterprise-Kunden gelten abweichende oder ergänzende Zusagen nur, soweit sie in einem Order Form oder Enterprise-Vertrag ausdrücklich vereinbart sind (Abschnitt 7).

(2) Sie regelt die Bereitstellung der Plattform, Wartungen, die Datensicherung, den Support sowie Informationen über Störungen und Sicherheitsvorfälle. Zusagen zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus dem Auftragsverarbeitungsvertrag, den Technischen und organisatorischen Maßnahmen und den Aufbewahrungs- und Löschfristen.

(3) Gegenüber Verbrauchern gilt diese Richtlinie nur im Rahmen der zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Die gesetzlichen Rechte von Verbrauchern, insbesondere nach §§ 327 ff. BGB und AGB § 18, bleiben unberührt.

2. Bereitstellung ohne Verfügbarkeitsgarantie

(1) Der Anbieter stellt die Plattform als Software-as-a-Service über das Internet bereit und bemüht sich um einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb. Der Anbieter sagt keine bestimmte Verfügbarkeit zu und gewährt keine Service Credits; die gesetzliche Gewährleistung nach AGB § 12 bleibt unberührt.

(2) Übergabepunkt. Übergabepunkt für die Leistung ist die Netzwerkschnittstelle des Rechenzentrums des Hosting-Providers, in dem die Plattform betrieben wird, zum öffentlichen Internet. Für Verbindungen und Systeme jenseits des Übergabepunkts ist der Anbieter nicht verantwortlich.

(3) Kundenumgebung und technische Mindestvoraussetzungen. Ab dem Übergabepunkt ist der Kunde für seine Internetverbindung, lokalen Netzwerke, Endgeräte, Betriebssysteme, Browser, Browser-Erweiterungen, Firewalls, Proxy- oder VPN-Konfigurationen und selbst integrierte Drittanbieter-Dienste verantwortlich. Die Plattform ist für aktuelle, vom jeweiligen Hersteller unterstützte Browser ausgelegt (regelmäßig Chrome, Edge, Firefox und Safari in der jeweils aktuellen oder vorherigen Hauptversion) sowie für aktivierte technisch notwendige Cookies und JavaScript. Einschränkungen, die ausschließlich aus veralteten Browsern, deaktivierten Browser-Funktionen, lokalen Sicherheits- oder Unternehmensrichtlinien, instabiler Internetverbindung oder kundenseitigen Drittintegrationen entstehen, sind keine Mängel der Plattform.

(4) Beta-Funktionen sind in der Plattform als Beta gekennzeichnet. Sie können eingeschränkt verfügbar sein, geändert oder eingestellt werden (AGB § 2).

3. Wartung

(1) Der Anbieter kann geplante Wartungsarbeiten, die die Nutzung der Plattform voraussichtlich beeinträchtigen, vorher ankündigen, etwa per E-Mail oder durch einen Hinweis in der Anwendung.

(2) Notfallwartungen zur Abwehr von Sicherheitsrisiken oder zur Behebung akuter Störungen können ohne Vorankündigung erfolgen.

(3) Laufende Umfragen sind während einer Wartung möglicherweise nicht erreichbar. Der Kunde berücksichtigt angekündigte Wartungen bei der Planung seiner Feldzeiten.

4. Datensicherung

(1) Die Plattform wird regelmäßig gesichert; die Maßnahmen beschreiben die Technischen und organisatorischen Maßnahmen (Abschnitt 3.2).

(2) Der Kunde sichert seine Studieninhalte, Antwortdaten und Ergebnisse regelmäßig über die Exportfunktionen der Plattform (AGB § 12). Die verfügbaren Formate sind im Exportformat-Register beschrieben.

(3) Vom Kunden gelöschte Antworten bleiben im Papierkorb des Projekts wiederherstellbar, bis der Kunde sie dort endgültig löscht oder den Papierkorb leert; importierte Antworten werden sofort endgültig gelöscht. Einzelheiten stehen in den Aufbewahrungs- und Löschfristen.

5. Support

(1) Kanäle. Support-Anfragen sind per E-Mail an info@choicery.ai oder über das Kontaktformular zu richten.

(2) Sprachen. Deutsch und Englisch.

(3) Erreichbarkeit. Support erfolgt per E-Mail an Werktagen (Montag bis Freitag, ausgenommen gesetzliche Feiertage im Land Sachsen-Anhalt). Der Anbieter bemüht sich, in der Regel innerhalb von 2 Werktagen zu antworten; bei Urlaub oder Krankheit kann es länger dauern.

(4) Mitwirkung. Der Kunde beschreibt Störungen so genau wie möglich (betroffenes Projekt, Zeitpunkt, Browser, Schritte zur Reproduktion, Fehlermeldungen) und beantwortet Rückfragen zeitnah. Anfragen, zu denen der Kunde 14 Tage lang nicht auf eine Rückfrage des Anbieters antwortet, kann der Anbieter schließen; der Kunde kann jederzeit eine neue Anfrage stellen.

(5) Umfang. Der Support umfasst Fragen zur Bedienung der Plattform, die Aufnahme und Behebung von Störungen sowie Hinweise zu Exporten und Datenformaten. Methodische Beratung zu Studiendesign und Auswertung, individuelle Entwicklung, Datenmigration und Schulungen sind nicht Bestandteil des Supports. Sie können als Enterprise-Option vereinbart werden (Abschnitt 7).

6. Störungen und Vorfälle

(1) Über Störungen, die die Nutzung der Plattform wesentlich beeinträchtigen, kann der Anbieter die betroffenen Workspace-Owner per E-Mail oder durch einen Hinweis in der Anwendung informieren.

(2) Sicherheitsvorfälle. Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten meldet der Anbieter dem Kunden nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags. Verdachtsfälle und Schwachstellen sind an security@choicery.ai zu melden; Hinweise dazu stehen in Abschnitt 10 der Nutzungsrichtlinie.

7. Enterprise-Optionen

(1) Für Enterprise-Kunden können in einem Order Form oder Enterprise-Vertrag ergänzend vereinbart werden: Reaktionszeiten, ein benannter Ansprechpartner, erweiterte Supportzeiten, Unterstützung bei Onboarding und Datenmigration, methodische Beratung, Schulungen sowie die Freischaltung zusätzlicher Datenkategorien nach der Nutzungsrichtlinie, soweit die vom Anbieter eingesetzten Dienstleister die Verarbeitung zulassen.

(2) Solche Vereinbarungen gelten nur für den jeweiligen Enterprise-Kunden und gehen dieser Richtlinie vor (AGB § 1).

8. Nutzungsstatistik der Anwendung

(1) Zweck. Der Anbieter hält fest, welche Funktionen der Anwendung genutzt werden, um die Anwendung zu verbessern und Kapazität zu planen. Rechtsgrundlage ist das berechtigte Interesse des Anbieters (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO); die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung (Abschnitt 3, Zeile "Nutzungsstatistik der Anwendung") und in AGB § 4 Abs. 6.

(2) Was erfasst wird. Je Ereignis: die Kontokennung, der Zeitpunkt, ob es sich um einen Seitenaufruf oder eine Aktion handelt, der Name der Funktion oder Seite, der Typ der angelegten Frage (etwa MaxDiff oder Likert), die Familie der gestarteten Auswertung (etwa HB, Latent Class, TasteNet oder Interaction Search), der Task-Typ, das Exportformat oder der gewählte Reiter, der technische Name des Endpunkts und die Antwortzeit.

(3) Was nicht erfasst wird. Keine Studieninhalte, keine Fragetexte, keine Antworten von Teilnehmern, keine Projektkennung, keine Projektnamen, keine Dateinamen, keine IP-Adresse, keine Browserkennung und keine Geräteangaben. Umfrageseiten werden nicht gezählt. Es werden keine Cookies gesetzt und kein Analyse-Dienstleister eingesetzt; die Daten liegen in der Datenbank der Plattform bei den in der Liste der Unterauftragsverarbeiter genannten Hosting-Dienstleistern.

(4) Wer was sieht. Workspace-Administratoren und andere Nutzer des Kunden sehen keine Nutzung je Person; die Plattform enthält keine Ansicht, keinen Bericht und keinen Export, der die Nutzung eines einzelnen Nutzers gegenüber dem Kunden ausweist. Nur Plattform-Administratoren des Anbieters sehen Kennzahlen, und nur aggregiert; Zellen mit weniger als 3 Nutzern werden unterdrückt. Die Statistik dient nicht der Verhaltens- oder Leistungskontrolle und wird nicht an Arbeitgeber weitergegeben.

(5) Widerspruch. Jeder Nutzer kann in seinem Profil über den Schalter "Usage statistics for product improvement" jederzeit widersprechen; die zu seinem Konto gespeicherten Rohdaten werden dann sofort gelöscht, und es wird nichts mehr erfasst. Sendet der Browser das Signal Do Not Track oder Global Privacy Control, werden die betreffenden Aufrufe nicht gezählt. Die Erfassung beginnt für ein Konto erst, wenn es die AGB mit dieser Regelung angenommen hat.

(6) Speicherdauer und Auskunft. Rohdaten werden höchstens 90 Tage mit Kontobezug gespeichert und danach automatisch gelöscht. Jeder Nutzer erhält seine eigenen Rohdaten im Kontoexport als Datei usage_events.csv.

(7) Hinweis für Kunden mit Betriebsrat. Die Angaben in diesem Abschnitt können der Prüfung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zugrunde gelegt werden. Der Kunde erhält keine Auswertung je Person und kann eine solche Auswertung beim Anbieter auch nicht beauftragen; jeder Nutzer kann selbst widersprechen. Rückfragen beantwortet der Anbieter unter privacy@choicery.ai.

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